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Style is King!

"Matrix bestätigt, was manche von uns tief in der allergeheimsten blutroten Kammer unserer pochenden Herzen schon immer gewusst - und gefürchtet - haben. Stil ist das Einzige, was zählt. Und war es schon immer. Und wird es auch immer sein."

Hier haben wir die Wahrheit! Der Film "Matrix" war damals kein großer Erfolg wegen seiner tollen Küchenphilosophie oder weil Keanu Reeves so ein guter Schauspieler war..."Matrix" wurde es, weil den Hauptdarstellern schwarz so gut gestanden hat und sie mit ihren hübschen Waffen in den Händen großartigstes Sterbebalett vollführten.

Heute schlägt Style Philosophie und Moral, es ist eine Art sein Leben zu definieren. Zeig mir was Du trägst und ich sage Dir wer Du bist. Oder zumindest, wer Du sein willst oder wie Du Dich selbst siehst. Schon die Wahl "Schwarzer Mantel oder nicht?" Definiert für den Betrachter die Persönlichkeit des Trägers, wobei auch die Art der Wahl entscheidend ist: Schwarzer Kutschermantel = Gothic, schwarzer Wollmantel = Bwl-Student o.ä.

Ein Blick genügt für eine rasche Kategorisierung, manche beherrschen diese Kunst so gut, dass sie an der Art und Farbe der Schnürsenkel noch Rückschlüsse auf das Wesen des Trägers ziehen können. Allgemein bekannte Codes und Symbole der Marken haben sich etabliert, aber auch weniger bekannte innerhalb von Subkulturen und abseits des Mainstreams. Irgendwann hat irgendwer mal aus bestimmten Gründen angefangen aus bestimmten politischen Gründen ein "Pallituch" zu tragen, ein anderer einen Lonsdale-Pulli und innerhalb seiner politischen Gruppe haben alle verstanden, dass er etwas damit ausdrücken wollte. Klamotten sind ein Träger für die eigene Weltanschauung geworden. Wie ein sorgsam angelegtes Profil zur eigenen Person trägt man es immer für alle sichtbar (wenn auch nicht immer für alle verständlich) mit sich herum. Wenn die unbekannten Codes einer bestimmten Gruppe dann sogar durch die Mode vielleicht zu Mainstream werden, dann können mehr Menschen diese Codes verwenden oder sie verlieren ihre Bedeutung durch diese Ausschlachtung des Kommerzes.

Individualisten oder Gruppen mit Anspruch auf einen Platz außerhalb des Mainstreams müssen hart daran arbeiten sich diesen Platz zu behaupten, in einer (Mode-)Welt, die nach diesen Codes aus den Subkulturen dürstet, um ihren eigenen Massenproduktionen den Anschein von Leben bzw. Individualität einzuhauchen. Andere, die nur dem neuesten Hype hinterherrennen müssen sich nur bedienen. Hier steht schon die erste Entscheidung: Renne ich hinterher oder presche ich vor? Auch damit kann man schon deutlich nach außen hin zeigen, als was für eine Art von Person man sich sieht und sich in diesem Umfeld weiter definieren.

Aber wie weit sind solche Einteilungen wirklich aussagekräftig? Sei es aus der Sicht des Betrachters, der versucht sein Gegenüber einzuschätzen oder aus der Sicht des Trägers, der damit seine Sicht auf sich selbst für Andere schnell erkennbar machen will. Und wie entzieht man sich all dem?

25.1.08 00:02
 


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· 2008 ·



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