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Primus inter pares

"Eine strenge und unumstößliche Regel, was man lesen sollte und was nicht, ist albern. Man sollte alles lesen. Mehr als die Hälfte unserer heutigen Bildung verdanken wir dem, was wir nicht lesen sollten."

Recht hast Du, mein lieber Oscar Wilde! Man glaubt nicht in welchen Büchern man erleuchtende Wahrheiten finden kann. Das Buch wird immer etwas mystisches behalten, denn hier werden Gedankenwelten, ganze Leben auf eine praktische handliche Form zusammengestaucht und man kann sie einfach wieder in seinem eigenen Kopf lebendig werden lassen, indem man sie einfach liest.

Das geschriebene Wort als Gedanken, die von jedem, der sie lesen kann, nachempfunden werden können, haben etwas sehr persönliches. Wann hat man schon mal die Möglichkeit etwas so eigenes wie die Sorgen, Wünsche und Nöte eines anderen Menschen direkt in seinem Kopf zu haben? Mitunter finden diese fremden Ideen eine direkte Verbindung zu eigenen Gedanken und Ideen und sie bleiben eingebrannt in den eigenen Geist. Man "bekommt etwas nicht mehr aus dem Kopf" und so verbreiten sich bestimmte Ideen durch das geschriebene Wort wie ein Virus. Sie sprechen viele Menschen an, weil es vielleicht doch etwas wie grundlegende Wahrheiten gibt, die jeder versteht, denen jeder zustimmen kann, die ein leichtes Nicken beim Leser verursachen, wenn er diesen Gedanken liest.

Das Medium, die geschriebene Sprache wandelt sich zwar, aber es bleibt doch immer noch das stärkste Werkzeug, um eigenes Gedankengut direkt in andere Menschen zu projizieren. Der erste Quantensprung in der Entwicklung der geschriebenen Sprache war Gutenberg mit seinem Buchdruck, jetzt ist es das Internet.

Beim Buchdruck war die Revolution, dass plötzlich jeder ein Buch haben konnte, heute ist die Revolution, dass in wenigen Jahren das Internet von einem Spielplatz für Computerfreaks zu einem Massenmedium wurde. Ideen für die Massen.
25.1.08 00:01
 


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